Musik öffnet über Stimme, Melodie, Harmonie, Klang und Rhythmus die Tür zu inneren Erlebnisräumen. Sie spricht die Gefühle an, nicht den Verstand, regt die Selbstheilungskräfte an und hilft, den eigenen Ton wiederzufinden, in Einklang zu kommen mit sich selbst.

Dafür sind keine Vorkenntnisse erforderlich – um an einer Musiktherapie teilzunehmen, muss man kein Instrument spielen oder singen können, und bedarf auch keiner besonderen Musikalität. Es geht nur darum, einzutauchen in die Qualitäten von Melodie, Harmonie und Rhythmus, mitzuschwingen mit den Klängen.

Die Maltherapie erfolgt mit Kreiden oder Aquarellfarben. Die Kunsttherapeutin, Evelyne Golombek, bespricht mit den Patienten die Bilder und hilft auch, wenn die Farbe mal wieder etwas anderes vorhat als der Mensch.

Das gesamte Instrumentarium ist leicht zu spielen: einfache Streich-, Zupf- oder Blasinstrumente lassen die eigene Kreativität erleben. Klangschalen oder Gongs lassen spüren, wie sich Klänge unmittelbar auf den ganzen Körper auswirken.

Musiktherapie kann aber auch bedeuten, einfach nur zuzuhören, vor allem, wenn der Patient zu schwach ist, selbst ein Instrument zu spielen. Meist spielt der Musiktherapeut dann eine improvisierte Melodie auf der großen Standleier. Im Zuhören und Mitschwingen öffnen sich häufig innere Welten und neue Dimensionen des Fühlens und Seins.

Bei der Stimmenthüllung nach Valborg Werbeck wird der Organismus selbst zum Instrument – im Heilsingen. Klang, Atem und Laut sind in ihrer Einwirkung auf den ganzen Menschen wahrnehmbar.