Eine Misteltherapie ist integraler Bestandteil bei der Krebstherapie, aber auch bei Rheumatischen Erkrankungen. Wir bieten drei verschiedene Varianten der Misteltherapie an:

  • als Infusion zur Stimulierung der Abwehrkraft und zur Fieber-Induktion
  • als Infusion zur Stärkung der Lebenskräfte
  • als Spritzen unter die Haut in der Langzeittherapie
  • als Injektion direkt in den Tumor hinein zur Zerstörung des Gewebes

In der Einleitungsphase der Misteltherapie bieten wir in bestimmten Fällen auch eine Hochdosis-Therapie mit Fieber-Induktion an. Dabei wird Mistelextrakt in die Vene infundiert, worauf der Organismus besonders intensiv reagiert: mit Fieber und einer kräftigen Stimulation des Immunsystems. Diese Wärmereaktion ist sowohl bei Muskelrheuma (Fibromyalgie) wie auch bei Krebs sinnvoll und erwünscht, den Wärme ist eine wichtige Voraussetzung für jeden Heilungsvorgang und ein aktives Immunsystem. Bei vielen Krebspatienten ist der Wärmehaushalt aus dem Gleichgewicht geraten, die Körpertemperatur ist niedriger als normal, sie frösteln und frieren leicht. Die Mistel-Infusionen wirken regulierend und stimulierend auf den Wärmeorganismus. Aus diesem Grund kann auch eine Ganzkörper-Hyperthermie sinnvoll sein.

Eine Misteltherapie ist am Paracelsus-Krankenhaus ein integraler Bestandteil der Therapie bei Krebserkrankungen – als Infusion oder als Spritze unter die Haut.

In anderer Zubereitung und Dosierung können Mistel-Infusionen dazu beitragen, die Lebenskräfte wieder zu stabilisieren, vor allem bei vitaler Schwäche und Erschöpfung.

Unter die Haut gespritzt kann die Mistel das körpereigene Immunsystem aktivieren und nachgewiesenermaßen die unerwünschten Wirkungen von Chemotherapie und Bestrahlungen abmildern bzw. verringern, ohne deren Wirksamkeit zu beeinträchtigen.

Mistelextrakt kann auch direkt in den Tumor hinein gespritzt werden. Dann entfaltet er vor Ort eine zellzerstörende Wirkung. Diese Therapieform ist noch experimentell und sollte Spezialisten vorbehalten sein. Die Leitenden Ärzte unseres Hauses, Dr. Thomas Breitkreuz und Dr. Mathias Sauer, verfügen über diese Expertise.

Eine Misteltherapie kann jederzeit beginnen – vorzugsweise schon vor den konventionellen Therapien oder begleitend zu diesen.