Maltherapie und Therapeutischen Plastizieren: Farbe und Form ins Leben bringen

Evelyne Golombek, Kunsttherapeutin

Maltherapie:

Was wäre eine Welt ohne Farben? Allein die unterschiedliche Wirkung eines strahlenden Sonnentages oder anhaltender Regenfälle auf  unser Befinden zeigt die Bedeutung der Farbenwelt. Das therapeutische Malen nutzt diesen Zusammenhang zwischen Farbwirkung und seelisch-körperlicher Resonanz für ihre therapeutischen Mittel. Über die Gestaltung von Bildern können sich neue Wege im Umgang mit sich selbst und der eigenen Umwelt eröffnen. Damit sind häufig auch neue Wege in der Bewältigung von Krankheit und Krisen gebahnt.


Beim Malen geht es übrigens nicht um das „ Malen-Können“, sondern um die unmittelbare, sinnliche Auseinandersetzung mit Eindrücken, Gefühlen, Gedanken und den eigenen Kräften, die sich in den Farben und Formen auf ganz individuelle Weise zeigen.
Zusammen mit der Therapeutin wählen Patienten die Themenstellungen, Techniken und Materialien und entdecken im Tun neue Ansätze des Handels und Erlebens.



Therapeutisches Plastizieren:

Beim Therapeutischen Plastizieren wird weiche Tonerde mit den Händen in eine Form gebracht. Das allein führt schon zu einem intensiven körperlichen Empfinden und Erleben. Über die sinnlichen Erlebnisse des Tastens werden die körpereigenen formbildenden und ordnenden Prozesse angesprochen und gefördert.


Gleichzeitig braucht das Plastizieren Ruhe sowie Hingabe, was so auch den Gestaltenden selbst konzentriert. Das Formen mit Ton kann auch Halt geben. Denn ganz gleich, welche Form sich entwickelt, steht sie dem Menschen durch ihre Dreidimensionalität klar und fassbar gegenüber. Die Tonerde ist zwar kühl, hat aber durch das eigene Zugreifen und  Formen einen wärmenden Effekt auf Körper, Geist und Seele. Das Formen von Wachs und Sand gelingt selbst Menschen, die durch ihre Krankheit sehr geschwächt sind oder Schmerzen in den Händen haben.


Ebenso wie in der Maltherapie werden sämtliche Schritte durch die Therapeutin begleitet und Themenstellungen sowie Arbeitsweisen entsprechend der Beschwerden gemeinsam besprochen.


Im Rahmen des Krankenhausaufenthaltes finden die Maltherapie und das Therapeutische Plastizieren auf Anordnung des behandelnden Arztes als individuelle Therapie in Kleingruppen statt. Zusätzlich bestehen ambulante Therapieangebote, um z.B. eine begonnene Therapie auch fortzusetzen.

Wenn Sie mehr über die Anthroposophische Kunsttherapie erfahren wollen können Sie sich beim Berufsverband für Anthroposophische Kunsttherapie e.V. (BVAKT) informieren. Er setzt sich für die Weiterentwicklung und Anerkennung der Anthroposophischen Kunsttherapie ein. Er vermittelt auch Adressen von Kunsttherapeuten in Deutschland. www.anthroposophische-kunsttherapie.de


Unsere Therapeutin:

Evelyne Golombek, Diplom-Pädagogin und Kunsttherapeutin
Tel: 07052-9251320
e.golombek@paracelsus-krankenhaus.de