Obwohl in den letzten Jahren auf dem Gebiet der Krebsmedizin viele Fortschritte gemacht wurden, gibt es im Bereich der Forschung noch eine Menge zu tun. Immer noch verstehen wir vergleichsweise wenig über die tieferen Gründe, warum Zellen entarten und Tumore auslösen. Immer noch gibt es für einige Krebskrankheiten nur eingeschränkte Behandlungsmöglichkeiten. Dennoch wurden bei der Tumordiagnostik in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Früherkennung ist heute oft möglich. Auch bei den Therapien gibt es viele Möglichkeiten, um die Heilungschancen und vor allem die Lebensqualität zu verbessern. Nicht zuletzt wächst die Überzeugung, dass nur eine ganzheitliche Betrachtung dem komplexen Thema Krebs gerecht wird.
Beispielsweise weiß man heute, dass bei der Entstehung von Tumoren ein Versagen des Immunsystems vorliegt. Entartete Zellen entstehen von Zeit zu Zeit auch beim Gesunden, allerdings werden diese von einem intakten Immunsystem erkannt und unschädlich gemacht. Ein Erfolg versprechender Therapieansatz des Paraclsus-Krankenhauses besteht deshalb darin, die Immunabwehr zu stärken. Besonders im Blickpunkt steht dabei die Misteltherapie, die aus der anthroposophischen Medizin stammt und immer mehr Anerkennung selbst in der klassischen Schulmedizin findet. Als anthroposophisch orientierte Klinik verfügt das Paracelsus-Krankenhaus naturgemäß über viel Erfahrung im Bereich der Misteltherapie. Hinzu kommt ein relativ neues Verfahren, die sogenannte Hyperthermie. Dabei wird der Körper mit Infrarotwärme in ein künstliches Fieber versetzt und so die körpereigenen Immunkräfte aktiviert. Gerade auf disem Feld der Hyperthermie wurde im Paracelsus-Krankenhaus wertvolle wissenschaftliche Arbeit geleistet, denn hier durchgeführte Studien haben das Heilpotenzial des künstlichen Fiebers belegt.
Auch die gesamte Lebensführung, die Ernährung und die Lebenseinstellung können den Krankheits- und Gesundungsprozess positiv wie negativ beeinflussen. Deshalb vertraut man im Paracelsus-Krankenhaus neben den schulmedizinischen bewusst auf erweiterte, ganzheitliche Verfahren. Moderne Schulmedizin plus komplementäre, ganzheitliche Verfahren ergeben eine aufgeklärte und alle Potentiale ausschöpfende integrative Medizin.
Das Paracelsus-Krankenhaus verfügt als moderne Fachklinik für Innere Medizin über modernste Diagnostik, in den Bereichen Röntgen, Endoskopie, Ultraschall und Labor. Ganz besonderen Wert legen die Ärzte auf ein Therapiekonzept, das auf den einzelnen Patienten und die ganz individuellen Ursachen seiner Erkrankung abgestimmt ist. Nur so können die Selbstheilungskräfte aktiviert und damit alle Chancen zur nachhaltigen Bekämpfung des Krebs ausgeschöpft werden. Das gilt auch bei der Nachsorge im Fall einer unumgänglichen Operation oder ener Behandlung mit Chemotherapie, die im Paracelsus-Krankenhaus durchgeführt wird. Daneben bewähren sich oft auch Ernährungsumstellungen, Heileurythmie, therapeutische Gespräche, Kunsttherapie und andere spezielle Therapien. Patient oder Patientin werden möglichst motiviert, ihre Tumorerkrankung mit allen physischen wie psychischen Kräften anzugehen. Unterstützend wirken dabei die besonders menschliche, familiäre Atmosphäre im Paracelsus-Krankenhaus. Es liegt sehr ruhig, in einer gesunden, grünen, sauerstoffreichen Umgebung auf ca. 600 Metern Höhe im landschaftlichen reizvollem Nordschwarzwald.
Krebs soll nicht die Betroffenen beherrschen – vielmehr sollen Betroffene ihre Erkrankung beherrschen. Viel zu oft kapitulieren Menschen vor der Diagnose Krebs. Alle Ärzte, Therapeuten und Pflegenden im Paracelsus-Krankenhaus unterstützen die Kranken durch liebevolle Medizin darin, eine positivere Einstellung trotz ihres Tumors zu entwickeln. Möglichst viel Lebensqualität erhalten und wenn möglich völlige Gesundung ist das Ziel unserer ganzheitlichen Krebsmedizin.