Morbus Crohn / Colitis

Besser Leben mit Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa

Umfassende Therapiemodelle zeigen nachhaltige Ergebnisse bei chronischen Darmerkrankungen.

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen haben eine weite Verbreitung in Deutschland. Die Zahl der Betroffenen wird auf 500.000 Personen geschätzt, wahrscheinlich aber sind es deutlich mehr. Viele dieser Patienten haben eine jahrzehntelange Leidensgeschichte hinter sich. Nicht wenige sind verzweifelt, weil sie sich in ihrer Lebensführung stark beeinträchtigt fühlen und sich aus ihrem sozialen Leben zurückziehen.

Die Colitis ulcerosa beginnt in der Regel am Ende des Darmes im Mastdarm und breitet sich kontinuierlich Richtung Magen aus. Es können also entweder nur der
Mastdarm oder aber der gesamte Dickdarm befallen sein. Selten entzündet sich auch der Dünndarm. Bei Morbus Crohn hingegen kann sich die Schleimhaut des gesamten Verdauungstraktes, von der Speiseröhre bis zum After hin, entzünden. Am häufigsten betroffen ist allerdings der letzte Teil des Dünndarms.

Die Ursachen von Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa sind trotz hoher Forschungsaufwendungen weiterhin umstritten und eine ursächliche Behandlung zeichnet sich derzeit noch nicht ab. Die meisten Experten gehen davon aus, dass es sich um eine Fehlregulation des Immunsystems mit gestörter Grenzbildung der Darmwand handelt. Unstrittig ist, dass die entzündlichen Darmerkrankungen ein komplexes Krankheitsbild darstellen. Vereinfacht gesagt: So vielfältig die Krankengeschichten der Betroffenen, so unterschiedlich sind Schwere und Verlauf der Krankheit und so differenziert muss man an Erfolg versprechende Behandlungsansätze herangehen.

Das Therapieangebot des Paracelsus-Krankenhauses in Bad Liebenzell trägt der Komplexität des Krankheitsbildes Rechnung. Neben schulmedizinischer Diagnose und Therapie kommen Naturheilverfahren und erweiterte Behandlungen zur Anwendung. Deren Ziel ist es in erster Linie, die akuten Krankheitsschübe zu lindern, um dann eine langfristig wirksame Entlastung der Patientinnen und Patienten anzustreben. Dieses Ziel ist nach aller Erfahrung nur erreichbar durch eine Vielzahl an Behandlungsansätzen. So geht man beispielsweise zwar davon aus, dass psychische Belastungen die Krankheit nicht auslösen, deren Verlauf aber zumeist negativ beeinflussen. Um also nachhaltige Erfolge in der Behandlung zu erzielen, sollte ein ganzheitlicher Ansatz gewählt werden. Zudem hat sich gezeigt, dass schonende Methoden für den durch seine Erkrankung schwer in Mitleidenschaft gezognen Darm besser verträglich sind als starke Medikationen. Diese können im Akutstadium notwendig und sehr wirksam sein, sie sollten aber nicht länger als nötig angewandt werden.

Je nach Individualität, persönlicher Lebensführung und Schwere der Erkrankung stellen die Ärzte im Paracelsus- Krankenhaus ein auf der Schulmedizin und der erweiterten Medizin basierendes Therapiekonzept zusammen. Dies kann je nach Fall aus Naturheilmitteln, Heileurythmie, Malund Musiktherapie, Gesprächstherapie, Ernährungsberatung und aus einem Mix aus all diesen zusätzlichen Therapieangeboten bestehen. Wichtig zu erwähnen ist an dieser Stelle, dass das Paracelsus-Krankenhaus in Bad Liebenzell zu den ganz wenigen Kliniken in Deutschland gehört, dessen erweiterte Therapien von den Krankenkassen anerkannt sind und auch bezahlt werden.

Für viele Patienten von Bedeutung ist auch die Heilung fördernde Atmosphäre im und um das Krankenhaus. Die Klinik liegt in einer sehr ruhigen, grünen Umgebung. Alle Zimmer sind in hellen und freundlichen Farben gestaltet und die allermeisten haben einen Balkon oder eine Terrasse in Hanglage mit Blick ins Grüne. Im Speisesaal werden ausschließlich vollwertige Mahlzeiten oder speziell für den Patienten abgestimmte Diäten serviert. Im Haus herrscht eine persönliche , menschenfreundliche Atmosphäre, die weit entfernt ist von der weitverbreiteten mechanisierten Schema-F Medizin.