Fibromyalgie

Gute Ergebnisse mit erweiterten Behandlungsansätzen

Das Paracelsus-Krankenhaus in Bad Liebenzell erzielt Erfolge mit neuen Behandlungsansätzen, beispielsweise der Hyperthermie.

Die Fibromyalgie ist eine weitverbreitete chronische Schmerzerkrankung, von der mehr Frauen als Männer betroffen sind. Die Zahl der Erkrankten geht in die Hunderttausende. Krankheitsverlauf und Schwere sind zwar sehr unterschiedlich, jedoch leiden viele Betroffene außerordentlich stark unter den vielfältigen Symptomen, oft bereits seit Jahren und Jahrzehnten. Schmerzen in Muskeln und Gelenken gehören dazu, aber häufig auch Abgeschlagenheit, Antriebsarmut und erhöhte Anfälligkeit für Infektionen, was auf eine Schwächung der Immunabwehr schließen lässt.

Wie bei vielen chronischen Erkrankungen ist es trotz intensiver Forschung bislang nicht gelungen, eine eindeutige Ursache zu ermitteln. Noch rätselt man darüber, ob es sich bei der Fibromyalgie um eine psychosomatische Erkrankung handelt, ob Infektionen eine Rolle spielen oder aber genetische Anlagen zum Ausbruch führen. Da man die Symptome nicht ursächlich behandeln kann, konzentrieren sich konservative Therapien in aller Regel auf die Schmerzunterdrückung und die Stabilisierung des Immunsystems. Oft kommen klassische Schmerzmedikamente zum Einsatz, die allerdings gerade bei dauerhafter Anwendung erhebliche Nebenwirkungen haben können. Beispielsweise treten nicht selten Abhängigkeitsprobleme auf, der Körper entwickelt Toleranzen gegen die Wirkstoffe und Niere und Leber leiden unter der andauernden Herausforderung, die Substanzen abzubauen und auszuscheiden.

Da die Krankheitsverläufe der Patientinnen und Patienten so unterschiedlich sind, hat eine standardisierte Behandlung zwangsläufig ihre Grenzen. Hier setzt das Behandlungsmodell des Paracelsus-Krankenhauses in Bad Liebenzell an. Individuelle, erweiterte Medizin stellt die Konstitution der Betroffenen, den Krankheitsverlauf und deren Persönlichkeit in den Vordergrund von Diagnose und Therapie. Neben der Schulmedizin bauen Ärzte und Therapeuten im Paracelsus-Krankenhaus auf erweiterte Behandlungsansätze, die bei vielen Patientinnen und Patienten Wirkung zeigen. Diese ganzheitlichen Therapien werden, wie nur bei wenigen Krankenhäusern in Deutschland, von den Krankenkassen anerkannt und auch bezahlt.

Zudem ist das Paracelsus-Krankenhaus bestrebt, seinen Patienten einen neuen Umgang mit ihrer Erkrankung zu vermitteln. Chronisch Kranke leiden in aller Regel unter der ständigen Belastung, was zu Beeinträchtigungen der seelischen Balance führen muss. Die Folge davon ist zwangsläufig, dass die Herausforderungen des Alltags als übermächtig empfunden werden. Die fehlende Energie wiederum hat zumeist negativen Einfluss auf das Gesamtbefinden. Eine Stärkung der Lebensenergie ist also notwendig. Heileurythmie, spezielle Massagen und Gesprächstherapie helfen den betroffenen Menschen, die Krankheit besser zu bewältigen.

Am Ende muss noch die besondere Ausrichtung des Ärzte-, Therapeuten- und Pflegeteams hervorgehoben werden. Jede Patientin und jeder Patient werden in ihrer Individualität anerkannt. Schema-F-Medizin gibt es nicht im Paracelsus-Krankenhaus. Trotz aller Einsparungen im Gesundheitswesen finden Patienten hier eine Versorgung, die einem höheren Standard entspricht. Das ist auch möglich, weil das Paracelsus- Krankenhaus eingebettet ist in eine Stiftung, deren Gönner eine erweiterte Medizin mit menschlichem Antlitz bewahren möchten.

Eine dieser vielfach wirksamen Behandlungen ist die Hyperthermie. Dabei handelt es sich um eine Tiefenerwärmung des Körpers, die als künstlich erzeugtes Fieber verstanden werden kann. Seit Langem weiß man, dass Fieber eine natürliche Gesundungsreaktion des Körpers ist. Dabei werden Stoffwechselprozesse in Gang gesetzt, die Durchblutung erhöht und so die Immunkräfte des Körpers aktiviert und intensiviert.